Der demografische Wandel setzt die gesetzliche Rente zunehmend unter Druck. Immer weniger Beitragszahler finanzieren die Alterssicherung einer wachsenden Zahl von Rentnerinnen und Rentnern. Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer steigt kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund hat die Alterssicherungskommission einstimmig ein Gesamtpaket vorgeschlagen, das für die Koalition nun die Grundlage für eine große Rentenreform bildet.
Im Zentrum steht eine neue Kapitalrente nach schwedischem Vorbild. Innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung soll dafür eine kapitalgedeckte Komponente mit individuellen, eigentumsgeschützten Konten entstehen.
Beim Renteneintritt sind zudem zielgenaue Anpassungen vorgesehen, die das Gesamtsystem stabilisieren sollen. Nach 2031 soll das Renteneintrittsalter moderat an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden. Wer aus gesundheitlichen Gründen rentennah nicht mehr im gewohnten Beruf arbeiten kann, soll dagegen früher und teils abschlagsfrei in Rente gehen können.
Auch bei der jährlichen Rentenanpassung soll mehr Generationengerechtigkeit einkehren: Der Nachhaltigkeitsfaktor wird wieder eingeführt und erhöht, um die Lasten fairer zwischen Beitragszahlern und Rentnern zu verteilen. Daneben empfiehlt die Kommission, weitere Gruppen wie Selbstständige, Minijobber und Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Auch die betriebliche und private Altersvorsorge sollen gestärkt werden.
Das Ziel bleibt klar: Die Altersvorsorge der Menschen in Deutschland soll verlässlicher und gerechter werden.
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